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Außenseiter SG Witzenhausen nach 3:2-Erfolg gegen Lossetal Pokalsieger - Nun kommt der KSV Hessen

Triumph dank Joker „Macke“

Kleinalmerode. Mittlerweile weiß das jedes Kind: Fußball-Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze und Außenseiter freuen sich nach Erfolgen mindestens doppelt. „So seh‘n Sieger aus“, tönte es inmitten zappelnder Leiber beim Freudentanz der glücklichen Kicker der SG Witzenhausen auf dem Sportplatz in Kleinalmerode. Gerade hatte der Außenseiter aus der Gruppenliga dem Favoriten SG Lossetal ein Bein gestellt und sich mit dem 3:2 (3:1)-Triumph die Krone des heimischen Pokalsiegers aufgesetzt.

Zweikampf: Um das Leder kämpfen hier Angreifer Falk Möller von der SG Lossetal im blauen Trikot und sein Bewacher Torben Steinfeld von der SG Witzenhausen.

„Wir haben den Coup geschafft, nun kann der KSV Hessen Kassel als nächster Gegner im September kommen“ strahlte Verteidiger und Torschütze Florian Oesterheld nach vollbrachter Tat. Mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung nach tollem Kombinationswirbel und präziser Hereingabe von Joscha Löbig ließ er den eigenen Anhang abermals jubeln, doch vorher hatte bereits ein anderer den Grundstein zum Erfolg gelegt.

Eigentlich wollte Jonas Mackenroth längst im Urlaub weilen, stand seiner Elf aber doch zur Verfügung und traf den Verbandsligisten mit zwei blitzsauberen Treffern mitten ins Herz. Bei seinem Freistoß zum 1:0 sah die gesamte Lossetaler Abwehrmauer einschließlich dem schlecht postierten Keeper Marc Reichhold nicht gut aus, später konnte sich „Macke“ mutterseelenallein vorm gegnerischen Kasten sogar die Ecke bei der erneuten 2:1-Führung aussuchen. „Wir haben nicht gut gespielt, der Witzenhäuser Sieg war durchaus verdient“, analysierte Lossetals Coach Karl-Heinz Wolf die individuellen Mängel seiner Kicker in einer ganz schwachen ersten Halbzeit. Von einem Klassenunterschied beider Kontrahenten war da wirklich nichts zu erkennen, ehe der Favorit in Durchgang zwei dann aber immer mehr das Kommando übernahm und den Gegner nach hinten drängte. „In dieser Phase hätten wir die Konter besser setzen müssen“, meinte Karl-Friedrich Theune als tatenloser Beobachter an der Linie. Schon nach zwei Minuten war die Partie für Witzenhausens unglücklichen Mittelfeldspieler nach einem Rempler beendet. Ärztin Anna-Lena Oesterheld diagnostizierte eine schwere Schlüsselbeinverletzung mit einer Zwangspause von zwei bis drei Monaten.

Doch die Witzenhäuser zeigten sich nur kurz geschockt, legten eine blitzsaubere Leistung hin und gerieten erst in ernsthafte Gefahr als ausgerechnet ihr ehemaliger Mannschaftskamerad Manuel Schanz erst nur den Pfosten traf (61.) und Sekunden später den 2:3-Anschlusstreffer für Lossetal schaffte. Er fiel für den Verbandsligisten zu spät, denn in der hektischen Schlussphase fehlten die überlegten Aktionen bei beidenKontrahenten.

Von Eckehard Meyer

Die SGL ist ihrer Rolle als Favorit nicht gerecht geworden.

Ch. Pforr ballerte den Ball über die Latte.

Falk Möller (im blauen Trikot) konnte sich hier nicht durchsetzen... weitere Fotos

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. August 2010 um 18:12 Uhr
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